Elektroschrott und seine Folgen: Was man selbst tun kann

Elektroschrott und seine Folgen: Was man selbst tun kann

Elektroschrott sind Geräte, die kaputt sind, technisch überholt wirken oder nicht mehr gebraucht werden. Jedes Mal landen viele Produkte im Müll, aber nur ein kleiner Teil wird recycelt. Der Rest landet auf Deponien, wo Schadstoffe nach und nach in Boden und Grundwasser gelangen. Recycling hilft, Metalle und Kunststoffe zurückzugewinnen, doch die globalen Quoten sind von geringer Höhe und die Umweltschäden steigen weiter. Heute gibt es Möglichkeiten, alte Technik sinnvoll weiter zu nutzen und so die Umwelt zu entlasten.

Elektroschrott und seine Folgen für die Umwelt

Wenn wir alte Handys, Fernseher oder Drucker wegwerfen, können darin noch lange Stoffe enthalten sein. Dazu gehören Blei, Quecksilber, Cadmium und andere schädliche Substanzen. Diese können in den Boden und ins Grundwasser gelangen und die Natur schädigen.

Wenn Technik auf Deponien geht, dringen giftige Substanzen ein. Böden in der Nähe von Mülldeponien sind mitunter stark mit Blei und Quecksilber belastet. Diese Belastung verschwindet nicht von selbst.

Das Geneva Environment Network hat dokumentiert, dass Materialien in Elektronikgeräten ganze Ökosysteme belasten können, sobald sie unsachgemäß entsorgt werden. Bei hohen Temperaturen können sich Chemikalien aus defekter Elektronik leichter über den Boden und Gewässer verteilen.

Wie kannst du den ökologischen Fußabdruck deiner Geräte verringern

Technik länger zu nutzen ist eine Möglichkeit, Elektroschrott zu vermeiden. 2022 wurden weltweit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott erzeugt. Von all diesen alten Geräten wurden nur 22,3 % gesammelt und ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend verwendet. Auch du kannst helfen:

  1. Geräte länger nutzen: Jedes zusätzliche Jahr reduziert den Rohstoffbedarf und verzögert den Neukauf.

  2. Refurbished Produkte kaufen. Viele kommen mit Garantie und wurden vor dem Wiederverkauf geprüft und aufbereitet.

  3. Reparaturen sind oft kostengünstiger als der Kauf eines Neuprodukts. Ein neuer Akku oder eine reparierte Ladebuchse kosten oft nur einen Bruchteil des Preises eines Neuprodukts.

  4. Technik sauber halten. Staubansammlungen blockieren die Luftzufuhr und verkürzen die Lebensdauer von Laptops, Konsolen und anderen Elektronikgeräten spürbar.

Nur ein Viertel wird recycelt: Das macht deutlich, dass wir etwas gegen Elektronikmüll tun sollten.

Gebrauchte Geräte als Alternative

Weltweit fallen jährlich rund 40 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Fernseher, Laptops und Smartphones tragen dazu bei, wenn sie weggeworfen werden. Der Kauf gebrauchter oder generalüberholter Geräte kann helfen, die Menge an Technik, die auf Mülldeponien landet, zu reduzieren. In den USA tauscht der durchschnittliche Nutzer sein Smartphone alle zweieinhalb Jahre aus. Dennoch sind 77 Prozent dieser Geräte zum Zeitpunkt der Entsorgung noch voll funktionsfähig.

Indem du deinen Laptop reparieren lässt oder ein gebrauchtes Handy nutzt, kannst du vermeiden, deine Elektronikgeräte zu früh wegzuwerfen. So hältst du Geräte länger und bietest ihnen über lange Zeit einen höheren Nutzen. Hinzu kommen Ressourcen- und CO2-Einsparungen. Ein aufbereitetes Produkt verursacht im Schnitt fünfmal weniger CO2 und verbraucht vier- bis fünfmal weniger Rohstoffe als ein Neugerät.

In Hamburg sind aufbereitete Lenovo-Laptops beispielsweise bei Luxnote erhältlich, einem Online-Shop, der die Geräte vor dem Verkauf prüft. Eine Übersicht des aktuellen Sortiments gibt es zum Nachlesen. Gebrauchte Elektronik zu kaufen spart Geld und verlängert die Nutzungsdauer funktionierender Technik.

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